Wir neigen dazu, Führung als rein mentale Angelegenheit zu betrachten. Strategie, Entscheidungen, Kommunikation – alles scheint im Kopf stattzufinden.
Doch die Forschung zeigt: Der Körper ist immer beteiligt.
Die vergessene Dimension
Unser Körper speichert Erfahrungen, reagiert auf Stress und sendet ständig Signale – an uns selbst und an andere. Eine gerunzelte Stirn, angespannte Schultern, eine flache Atmung: All das kommuniziert, oft bevor wir ein Wort gesagt haben.
Was körperorientierte Führung bedeutet
- Selbstwahrnehmung – Die eigenen körperlichen Reaktionen bemerken
- Regulation – Das Nervensystem bewusst beeinflussen können
- Präsenz – Ganz da sein in der Interaktion mit anderen
- Verkörperung – Neue Verhaltensweisen nicht nur verstehen, sondern körperlich integrieren
Ein praktischer Einstieg
Beginne mit einer einfachen Frage: Wie sitze ich gerade? Wie atme ich? Was spüre ich in meinem Körper?
Diese scheinbar banalen Fragen können der Anfang einer tiefgreifenden Veränderung sein.
Fazit
Führung, die den Körper einbezieht, ist keine esoterische Spielerei. Sie ist die Anerkennung dessen, was die Wissenschaft längst weiß: Wir sind keine denkenden Maschinen, sondern verkörperte Wesen.
Till Schrader
Unternehmer, Coach und Gründer von 4vientos.